Ziele des Vereins Mainzer Bürger für den Volkspark

Unser Verein setzt sich für eine sanfte, umweltgerechte und familienfreundliche Nutzung des Volksparks durch alle Mainzer ein. Wir möchten im Dialog mit der Stadt Mainz Anregungen und Rückmeldungen einbringen, um die noch notwendigen Maßnahmen zur Abrundung des schon Erreichten in diesem Sinne zu begleiten.

Und es ist sehr viel, was in der Vergangenheit erreicht wurde. Denkt man länger zurück, gab es eine Unzahl von Veranstaltungen im Volkspark, hässliche Hartplätze, wochenlangen Lärm und Absperrungen vor, während und nach der Rheinland-Pfalz-Messe und sogar Pläne, Grünflächen zu veräußern und mit Häusern oder Hotelerweiterungen zu bebauen.

Gerade in Kenntnis und zur Absicherung des Erreichten ist es uns wichtig, auch die noch offenen Punkte anzugehen.

1. Begrünungsmaßnahmen

In 2010 hat die Stadt die alten Messeflächen entsiegelt und Rasen eingesät. Unser Verein hat bekanntermaßen für den mittleren Hartplatz in erheblichem Maße Bäume und Sträucher finanziert. Die Stadt wiederum hat angekündigt, weitere umfangreiche Baum- und Heckenpflanzungen in den freien Bereichen des mittleren ehemaligen Hartplatzes, und durchgehend auf dem unteren ehemaligen Hartplatz durchzuführen. Auf letzterer Fläche sollen außerdem weitere Randbegrünungsmaßnahmen zum unteren Michelsbergweg erfolgen.

2. Parkordnung und Hinweistafeln

Eine ganze Reihe von Problemen kann überhaupt nur dann abgestellt werden, wenn klar festgelegt ist, was im Volkspark erlaubt ist, und was nicht, und das den Besuchern auch kenntlich gemacht wird. Seit etlichen Jahren fordert unser Verein deshalb eine Parkordnung und die Aufstellung entsprechender Hinweistafeln mit verständlichen Piktogrammen.

3. Sport im Volkspark

Wir begrüßen ausdrücklich sportliche Aktivitäten von Jung und Alt im Volkspark. Es muss aber sichergestellt bleiben, dass andere Besucher nicht belästigt oder sogar ernsthaft gefährdet werden. Golfspieler oder Bogenschützen sehen wir als lebensbedrohlich speziell für Kinder an, das muss die Stadt dringend unterbinden, bevor ein Zwischenfall eintritt. Auch hier wieder siehe Punkt 2.

4. Grillen

Für viele Menschen ist der Volkspark die einzige Möglichkeit, Zeit im Grünen zu verbringen. Dazu kann auch das Grillen gehören, weshalb die Stadt Mainz das Grillen im Volkspark duldet. Wir unterstützen dies ebenfalls, jedoch sollte die Verwendung von Einmalgrills von der Tankstelle, die nur direkt auf den Boden gestellt werden können, untersagt werden. Diese Einmalgrills erzeugen einen wochenlangen Brandfleck im Gras und bleiben wegen der Hitze nach Benutzung oft einfach auf der Wiese stehen. Außerdem sind sie in der Herstellung nicht nachhaltig.

Die Einrichtung spezieller Grillzonen ist zwingend erforderlich, um alle
Besucher, auch ältere Menschen und Familien mit Kindern vor gesundheitsschädlichem Rauch zu schützen. In den Grillzonen könnten sogar verstreut gepflasterte kleine Kreisflächen angelegt sein, so wie am Winterhafen.

Es ist dringend notwendig, dass die Stadt Aschekübel, z.B. aus Beton wie auf der Kostheimer Maaraue, aufstellt. M
ittlerweile entsorgen viel Volksparkbesucher ihre Asche unter den Bäumen, gleich da wo sie sich niedergelassen haben. Kaum ein Baum der nicht betroffen ist. Die Position der Aschekübel erschließt sich den Besuchern sinnvollerweise durch Hinweistafeln (siehe Punkt 2).

5. Verkehr und Parken rund um den Volkspark

Die Schließung des zweiten Zugangs zu dem Parkplatz an der Göttelmannstraße muss rückgängig gemacht werden, um ein Festfahren an belebten Tagen inkl. Rückstau in die Göttelmannstr. zu vermeiden.

Bauliche Maßnahmen sind zu treffen, um das Parken auf Grünflächen zu verhindern. Ein Parkverbot für Schwerlaster in der Göttelmannstraße im Bereich des Volksparks tut Not, weil einerseits eine Menge Parklätze für Besucher verloren gehen, und andererseits das Entree des Volksparks nicht dem Betriebshof einer Großspedition gleichen darf.

Mittelfristig wäre eine Umgestaltung des ganzen Bereichs an der Göttelmannstraße im Hinblick auf folgende Faktoren sinnvoll:

- Effektivere Nutzung des vorhandenen Raums und somit mehr
  Parkplätze
- Begrünung als Sichtschutz der Parkplätze zum Park und zum
  Wohngebiet hin
- Sicherer, übersichtlicher Fahrradweg der nicht als Parkraum
  genutzt wird

6. Lärmbelästigungen

Der Volkspark hat sich zum überregionalen Magnet entwickelt. Das spricht für seine Vorzüge, jedoch möchten wir ihn nicht zur reinen Partymeile verkommen lassen. In den Sommermonaten werden die Lärmbelästigungen bis in die frühen Morgenstunden für die Anwohner unerträglich. Der zurückbleibende Müll muss anderntags von den städtischen Mitarbeitern entsorgt werden. Da mittlerweile sogar benzingetriebene Generatoren zum Betrieb von Beschallungsanlagen (wohlgemerkt bei Privatpartys, nicht beim Zeltfestival) zum Einsatz kommen, besteht hier dringender Regelungsbedarf und vor allem Kontrollbedarf durch die Behörden.

Dieser Kontrollbedarf besteht auch bei Großveranstaltungen. So wie es beim Festival „Summer in the City“ bereits seit längerem üblich ist, müssen auch die Veranstalter anderer Events durch die Stadt Mainz zur Einhaltung der geltenden Emissionsgrenzwerte mit kontrollierten Messverfahren vertraglich verpflichtet werden.

7. Ein menschliches Bedürfnis

Besucher des Volksparks können Toiletten am Übergang zum Rosengarten oder seitlich der Rollschuhbahn (Cafe Schwayer) nutzen. Aber auf der entgegengesetzten Seite des Parks, sinnigerweise bei den fest installierten Grillplätzen, gibt es keine entsprechende Möglichkeit. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, seit es auch das Provisorium mit einem Toilettenwagen nicht mehr gibt, und sich auch ein transportables Toilettenhäuschen nicht bewährt hat, weil es nur Spielball von Halbstarken war. Auch 2015 wurde eine stabile Container Toilette verwüstet. Außerdem fehlen auch hier Hinweise über die bestehenden Möglichkeiten, siehe Punkt 2.

8. Hunde

Unser Verein hält eine Anleinpflicht für den ganzen Volkspark für notwendig.

Notwendige kurzfristige Maßnahmen

Die folgenden vier Punkte sollten aus Sicht unseres Vereins von der Stadt Mainz zeitnah umgesetzt werden, um dringenden Missständen abzuhelfen:


•  Verabschiedung einer Parkordnung und Aufstellen der
    Hinweisschilder (seit Juni 2013 aufgestellt. Es erweist sich
    aber, dass diese Aufforderungen großzügig ignoriert werden.
    (Kontrollen sind notwendig )

•  Aufstellen von Aschebehältern (seit Sommer 2015 aber mit drei
    Einrichtungen viel zu wenig und kein Hinweis.)

•  Parkverbot für Schwerlaster in der Göttelmannstraße im
    Bereich 
des Volksparks (seit April 2012 eingerichtet)

•  Wiedereröffnung der zweiten Zufahrt zu den Parkplätzen
    des Volksparks an der Göttelmannstraße, um ein Festfahren
    zu verhindern. Erneuerung des Grünstreifens
(seit April 2013
    eingerichtet)

 - Verlegung des offiziellen Grillplatzes auf die rechte Seite in
     Richtung Jugendherberge.
(eingerichtet Herbst 2014,
    mittlerweile aber total verwüstet).

-  Einrichtung einer Grillwiese mit 18 einfachen Grillplätzen       
   einschließlich der notwendigen Entsorgungsstaionen  (April 2016)


Der Vorstand 

_________________________________________________________________________________

Impressum:

Mainzer Bürger für den Volkspark e.V.


Bernd Bossmann(1. Vorsitzender)
Unterer Michelsbergweg 16
55131 Mainz

bernd.bossmann@gmx.net


Eike Bohm (2. Vorsitzender)
Am Viktorstift 22
55131 Mainz

rue.bohm@t-online.de


Vereinsregister: 90 VR 3613

Steuernummer: 26/675/0289/1-II/4